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Planinsolvenz als Lösung?

Dieses Thema im Forum "Finanzen, Steuern, Rechtliches" wurde erstellt von hansd, 1 Mai 2015.

  1. hansd

    hansd New Member

    Liebe Kollegen,

    ich musst leider, da mein Vater schwer Krank ist in seine Fußstapfen steigen und führe seit drei Wochen unseren Familienbetrieb. Die Firma ist tief in den roten Zahlen. Doch sehe ich immer noch potential. Es gibt allerdings folgende Probleme:

    1) Mitarbeiter sind zu viel / zu alt (derzeit 40 / 25 würden für die gleiche Arbeit reichen)

    2) Mietverträge in denen wir Pächter sind für eine Vielzahl nicht genutzter und nicht weitervermietbarer Objekte (Verträge gehen auf 10+ Jahre)

    Der Umsatz ist kurz und langfristig stabil kann aber kaum/nicht gesteigert werden.

    Welche Möglichkeiten habe ich? Hätte ich in einer Planinsolvenz die Möglichkeit mich neu aufzustellen (Mitarbeiter & Mietverträge)?


    Liebe Grüße aus Hamburg

    Euer Hansi
     
  2. Walter

    Walter Administrator Mitarbeiter

    Du brauchst auf jeden Fall dringend kompetente rechtliche Beratung. Geh zu einem Spezialisten, frag bei Deiner Handelskammer nach.

    Wenn der Umsatz wirklich nicht steigerbar ist (ja, so etwas gibt es), wo siehst Du dann Potential?

    Du bist jung und siehst offenbar in alten Mitarbeitern nur ihr Alter. Aber alte Mitarbeiter sind vor allem Mitarbeiter mit viel Wissen und Erfahrung. Nutzt ihr dieses Wissen derzeit optimal? Wann hast Du Dich das letzte mal mit einem der "Alten" intensiv unterhalten? Manchmal haben diese Leute Tipps, die nur unter der alten Führung nie umgesetzt wurden.
     
  3. henrym

    henrym New Member

    Ich denke auch, dass du dich in so einer Situation unbedingt beraten lassen solltest. Würde einfach bei der IHK anrufen und einen Termin machen.
     
  4. Zedda

    Zedda New Member

    1.) Beim Entlassen von Mitarbeitern würde ich persönlich nicht unbedingt auf das Alter schauen, da hat Walter schon recht. Wichtiger ist die Motivation, Einsatzbereitschaft und die tatsächlich messbare Leistung. Nach diesen Kriterien würde ich in deiner Situation aussortieren. Sorry für den Ausdruck "aussortieren", aber mit dir hat auch niemand Mitleid wenn du mit dem Unternehmen den Bach runter gehst.

    2.) Dann mit dem Verpächter reden und ihm die Pistole auf die Brust setzen. Entweder drastisch mit der Pacht runter oder Insolvenz und er sieht vorläufig überhaupt keine Pachteinnahmen.

    3.) Unbedingt Pächter für nicht weiter genutzte aber gepachtete Objekte suchen.

    4.) Vorsicht vor Beratern (leider auch bei der IHK). Die Insolvenzverwalter bzw. bei Einzelunternehmung nennt es sich Treuhänder, verdienen sich auch bei Vermögenslosigkeit eine goldene Nase. Leider nennen sich die meisten Rechtsanwälte auf diesem Gebiet Sanierungsberater. Die sanieren nicht, sondern verwalten die Insolvenz und erhalten dafür bei Vermögenslosigkeit vom Amtsgericht bzw. Insolvenzgericht ihren Satz. Davon leben die recht gut.

    Fazit: Du musst dir überlegen was du möchtest. Entweder das Unternehmen auflösen oder erhalten. Willst du es erhalten musst du gute Nerven haben und knallhart sein. Meiner persönlichen Meinung nach ist der Erhalt eines Unternehmens immer vorrangiges Ziel. Ein stabiler Umsatz spricht für den Erhalt des Unternehmens, allerdings ist das auch branchenabhängig. Dazu müsste man wissen in welcher Branche das Unternehmen tätig ist, dann könnte man auch mehr zu evtl. Umsatzsteigerung sagen.

    Mit einem netten Gruß aus Dortmund

    Piero Zedda
     
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