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Mitarbeiter

Dieses Thema im Forum "Allgemeines" wurde erstellt von Frau Lehmann, 26 Juli 2006.

  1. Frau Lehmann

    Frau Lehmann New Member

    Hallo, ich habe mich hier neu angemeldet.

    Mein Mann und ich haben vor etwas mehr als 2 Jahren ein kleines Rechenzentrum übernommen, welches schon viele Jahre existiert. Unseren Vorgänger haben wir (noch) in Teilzeit beschäftigt, dazu eine fix angestellte Vollzeitkraft übernommen sowie einige geringfügig Beschäftigte.

    Erwähne ich deshalb, weil der Traum "Selbständigkeit" bzw. "was Eigenes" ziemlich schnell zum Alptraum werden kann, wenn man sich mit wenig kooperierenden Angestellten einerseits konfrontiert sieht, andererseits aber nicht zum "ausbeuterischen Chef" werden möchte - vielleicht ergibt sich hier ja die Möglichkeit, auch über Personalführung zu diskutieren.

    Das war's erstmal :eek:
     
  2. Walter

    Walter Administrator Mitarbeiter

    Ja, Mitarbeiterführung ist immer eine Gratwanderung und den Stein des Weisen hat wohl noch keiner gefunden....
    :)
     
  3. ChrisTina

    ChrisTina Member

    Hallo Frau Lehmann,

    willkommen hier bei uns im Forum. Ich hatte zwar früher als unselbständig Beschäftigte Mitarbeiter und auch Untergeben, aber seit ich selbständig bin, bin ich Einzelkämpfer. Naja, nicht ganz - aber mein Mann und ich sind beide einzeln - jeder für sich - selbständig.
     
  4. Frau Lehmann

    Frau Lehmann New Member


    Das hatte ich fast schon befürchtet... :eek: - wie wäre es denn hier mit einem Unterforum zum Thema Personal oder Arbeitsrecht, falls ich Frischling das einfach so ansprechen darf? "Fachkundig" werden die wenigsten hierzu sein, da könnte ein Austausch ja vielleicht helfen?



    Danke euch für das nette Willkommen :)


    (bevor ich's vergesse: ich bin nicht ganz "fremd" - als wirrlicht geistere ich im denk- und tierliebeforum gelegentlich herum. Mir war hier nur nach einem etwas "gesitteteren" Namen :eek: )
     
  5. Walter

    Walter Administrator Mitarbeiter

    Nun, so viel los ist hier ohnehin noch nicht, einstweilen können wir uns ja in diesem Thread austauschen (ich hab ihn übrigens umbenannt von "Guten Tag" in "Mitarbeiter").


    Eine alte Bekannte also... :)
     
  6. Frau Lehmann

    Frau Lehmann New Member

    Hey, das ist ja lieb, danke :)


    Dann will ich mal sehen, ob ich meinen Text "unten" noch schnell hierher editieren kann. :cool:
     
  7. Frau Lehmann

    Frau Lehmann New Member

    Der Murks mit der Mitarbeiterführung

    Der menschliche Faktor halt... kurz gesagt: ich wurde in dieser Firma alles andere als freundlich aufgenommen. Die "Wessi-Schnepfe" für die Angestellte, das "Chef-Liebchen" in den Augen unseres Vorgängers.

    So eine Firmenübernahme mit allen teilweise seit Jahren eingefahrenen und großteils auch bewährten Strukturen schafft Schwierigkeiten, die wir so nicht vorhergesehen haben. Da sind Kunden, die teilweise noch immer nicht wissen, daß die Firma nicht mehr unserem Vorgänger gehört - empfindliche Branche eben, sowas will über lange Zeit und behutsam bekannt gemacht werden.

    Unsere Abhängigkeit vom Vorgänger (er muß uns nach und nach bestimmte Dinge beibringen, weil keine vernünftigen Dokumentationen vorhanden ist- hat er sozusagen alles "aus dem Kopf" entwickelt) ist zwar nicht mehr so groß, aber noch vorhanden.

    Naja, und dann eben dieses "Ossi-Wessi-Dings" - man kann sich um ein gutes Arbeitsklima bemühen wie man will, es nützt wenig, wenn man sozusagen einen negativen Vorschußbonus hat. Über zwei Jahre, in denen ich mittlerweile zum verunsicherten, verkniffenen und überforderten Menschen mutiert bin - kaum vorstellbar, wenn man bedenkt, daß wir das mit uns (v.a. durch die Angestellte) haben machen lassen. Mein Mann ist da gelassener - weniger emotional als ich. Stand jetzt ist, daß wir die letzten Tage 2 x bei einer Anwältin für Arbeitsrecht waren und morgen eine betrieblich bedingte Kündigung aussprechen werden, wenn die Angestellte weiterhin nicht bereit ist, unsere Anordnungen zu befolgen und eine Vertragsergänzung (notwendig) ihres Arbeitsvertrages zu unterschreiben. Es wäre rein arbeitstechnisch extrem bitter, auf die Frau zu verzichten, weil wir ihre Arbeit dann in Windeseile einer neuen Kraft beibringen müßten, und das in einer Situation, wo wir vor lauter Arbeits kaum noch ein freies Wochenende oder mal einen ruhigen Abend haben. Emotional insofern, weil man voller Idealismus geglaubt hat, durch Fairneß und Sympathie irgendwann zu einem angenehmen Arbeitsklima zu gelangen.

    Naja. Tiefs haben ein Gutes: links und rechts liegen Hochs :rolleyes:
     
  8. Walter

    Walter Administrator Mitarbeiter

    Das hört sich in der Tat nicht nach einer einfachen Situation an aber ihr seid ja schon dabei, die notwendigen Konsequenzen zu ziehen. Wer weiss, vielleicht hat der Mitarbeiter ja ein Einsehen... Wenn nicht, lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

    Ich will nicht in offenen Wunden bohren, es hört sich aber so an als hättest Du es zu Beginn verabsäumt, Dir Respekt zu verschaffen (Wohl gemerkt, keinen Respekt in der Form "Der Chef bin ich und Du tust jetzt gefälligst was ich Dir sage"). Aber letzten Endes muss deutlich sein, wer am Schluss das Sagen hat.
    Und der Vorgänger müsste eigentlich ganz still sein, immerhin habt ihr ihm die Firma abgenommen...


    Da kann ich mitfühlen (hab zwar noch nie eine ganze Firma übernommen aber schon Mitarbeiter/Abteilungen/Foren) und ganz einfach ist es nie....
     
  9. Frau Lehmann

    Frau Lehmann New Member


    Du bohrst nicht in offenen Wunden, schließlich dient ein Rückblick und die Frage, was man besser hätte machen sollen, auch der Lösung eines Problems :)

    Ich habe ganz sicher einige Fehler gemacht - bin vielleicht zu massiv aufgetreten, war sehr schnell auch über manches hier verärgert - war sozusagen schon "vorprogrammiert" dadurch, daß ich nicht nur als Bayer hier bei den Berlinern gelandet bin (da kommt es in der Tat schnell zu Reibereien, weil Mentalität, Sprache u. dgl. sehr verschieden sind) - und dann eben die Strukturen an sich. Mein Mann hatte als Schüler hier schon freiberuflich programmiert und war sozusagen der "Bub", den man kannte und mochte. Ich war die "unbekannte Größe". Dann aber auch, daß der Betrieb von unserem Vorgänger extrem hierarchisch geführt worden ist. Er hatte seinerzeit alle Westfrauen entlassen und nur "seine Frauen" - allesamt aus dem Osten - behalten. Klar, die waren genötigt, alles an Arbeit anzunehmen, weil Arbeitsplätze kaum da waren nach der Wende. Und: er hat für jede dieser Frauen eine Menge Fördergelder eingestrichen. Und dann hat er sie gedrillt.

    Für meinen Mann war dieser Mensch auch so eine Art "väterliches Vorbild", der sich große Mühe gab, meinen (damals noch nicht Mann) dahingehend zu beeinflussen, daß man "Frauen" untergeordnete Arbeiten machen lassen soll und ihnen ansonsten um Gottes Willen nie Firmeninterna anvertrauen solle. Daß ich als Mitinhaberin eingestiegen bin, hat er lange Zeit nicht akzeptiert, es mußte erst zu mehreren lautstarken Eklats kommen, bis er sich entschuldigt hat und sich zähneknirschend auf eine Teilzeitregelung eingelassen hat.


    Ich hab mich oft und oft gefragt, wie man in einer völlig neuen Umgebung in völlig neuer Situation Autorität ausstrahlen kann - es gibt so Leute, die das können. Ich leider nicht. Will sagen: ich konnte relativ problemlos in München im positiven Sinn "dominieren" und leiten. Hier schien plötzlich alles verkehrt herum zu sein, die Leute "ticken" anders.

    Naja. In einem sind wir wirklich schlauer geworden: man muß sich überwinden und auch mit harter Hand durchgreifen, sobald ein Mitarbeiter bockt. Klingt doof, aber mir scheint das die schwierigste Lektion zu sein, die man - weg vom Angestelltenstatus hin zum Chef - lernen muß.
     
  10. Frau Lehmann

    Frau Lehmann New Member

    Hallole, möchte an dieser Stelle kurz Rückmeldung geben, wie unser 'Arbeitskampf' ausgegangen ist.

    Kurz: unsere Angestellte hat eine Änderung ihres Arbeitsvertrages unterschrieben, wonach Sonntagsüberstunden mit den gesetzl. üblichen steuerfreien Zuschlägen ausbezahlt werden und nur noch die Samstagsüberstunden abgebummelt werden können, und zwar immer im Folgemonat, nicht erst 1 - 2 Jahre später.

    Desweiteren, daß sie ihren Urlaub spätestens bis Ende März des Folgejahres eingebracht haben muß, weil er sonst verfällt.

    Wir haben ihr klar gemacht, daß wir - da wir ein Kleinbetrieb mit weniger als 5 Mitarbeitern sind - ihr jederzeit ohne Begründung kündigen könnten, wenn es die betrieblichen Belange so erfordern. Das klingt nach Erpressung und sie äußerte sich dem entsprechend. Nun ja, damit müssen wir leben. Irritierend genug, daß eine Angestellte die Krise kriegt, wenn man sie nicht hunderte von Überstunden horten lassen will.

    Arbeitsklima: bemüht - wir hoffen, daß sich das bald entspannt. Ehrlich gesagt bin ich im Moment nicht mal richtig erleichtert, da hat sich wohl zu viel aufgestaut.
     
  11. Katze

    Katze Member

    AW: Mitarbeiter

    Hallo,

    wie hat sich dein Betrieb entwickelt?
     
  12. Misstosensitive

    Misstosensitive New Member

    AW: Mitarbeiter

    Hallo,

    vielleicht kann ich ein wenig weiter helfen...,ich habe selbst 12 Mitarbeiter.Um was geht es denn genau bei den Personalfragen ?

    Lg.Misstosensitive
     
  13. creade

    creade New Member

    Wir haben solche Probleme im BKOM-Unterricht (Betriebliche Kommunikation) zu handeln gelernt. Ist nicht leicht, da gehören viele Nerven dazu und auch psychologisches Verständnis. Obwohl die theoretischen Faktoren nicht zu unterschätzen sind...
     
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