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Kleingewerbe in Österreich

Dieses Thema im Forum "Firmengründung - Der Beginn" wurde erstellt von Pinkie, 18 September 2011.

  1. Pinkie

    Pinkie New Member

    Hallo Ihr Lieben!

    Hab jetzt meinen Maraton bei der Wirtschaftskammer und RIZZ endlich fertig gebracht und wollt Euch mal ein wenig über das Kleingewerbe (auch unter kleiner Gewerbeschein bekannt) informieren.

    Grundlage um diesen Gewerbeschein zu bekommen ist mal das man entweder ein freies Gewerbe hat (z.B. die Energethik) oder eine Prüfung für ein gebundenes Gewerbe (z.B. Massage).
    Man kann nur den kleinen Gewerbeschein beantragen und acuh behalten, wenn man eine gewisse Einkommensgrenze hat. Das sind in Österreich 30.000 Euro UMSATZ pro Jahr (nicht freuen - hier reden wir leider nur vom Umsatz, nicht vom GEWINN - leider) und nicht mehr als 4.700 Euro GEWINN im Jahr. Dann ist man steuerfrei und hat somit schon mal eine Sorge weniger. Von der buchhaltung muss man im Kleingewerbe eine Ein- und Ausgabenverrechnung führen.
    Man ist aber nicht verpflichtet Rechnungen zu schreiben, da sich die meisten von der Umsatzsteuerbefreiung rausnehmen lassen. Heißt, die von Euch angegebenen Preise sind somit günstiger weil Ihr keine Umsatzsteuer verrechnet - somit auch nicht abschreiben dürft (durch die Vorsteuer)
    Ist man nebenbei noch wo beschäftigt (auf Angestellenbasis) ist man ja versichert und kann sich somit von der SVA befreien lassen. D.h. man zahlt nur 9 Euro im Monat, das ist die Unfallversicherung, man ist dann aber nicht KRANKENVERSICHERT und auch nicht PENSIONSVERSICHERT. Alternative dazu: man versichert sich bei seinem Mann bzw. Lebensgefährten dazu und zahlt die Pensionsvorsorge privat ein. Da gibt es ja bei Banken schon alle möglichen Vorschläge.
    Was kommt noch an Kosten dazu: Die Kammerumlage, das kriegt die Wirtschaftskammer und beläuft sich auf 40 Euro im Jahr, also leistbar. Hat man einen guten Betreuer, so wie wir es haben, dann schaltet einen der sogar noch in die Wirtschaftszeitung rein und man hat eine kostenlose WErbung! Da freut sich doch das Herz des sparsamen Jungunternehmers.

    Das sind mal die Grundlagen. Ich hab Euch alles so weitergegeben wie ich es in Erfahrung gebracht habe - diese Infos gelten für NIEDERÖSTERREICH!!!! Ich bin mir nämlich nicht sicher ob die in ganz Österreich so gelten - hab da schon was gegenteiliges gehört (obwohl ich es mir nicht recht vorstellen kann)

    Falls wer Fragen hat - gerne - wenn ich kann helf ich weiter - aber bitte: nur mit Vorbehalt!!!!

    Ganz liebe Grüße
     
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  2. tomy73

    tomy73 New Member

    hallo,
    meine lebensgefährtin hat beim finanzamt gemeldet das sie modeschmuck herstellen und verkaufen will und hat eine steuernummer bekommen.da sie das neben ihrer tätigkeit als kinderbereuerin machen will möchte ich fragen wie sie weiter machen muss ? sprich: was muss sie noch machen ? braucht sie einen gewerbeschein?muss sie bei der bh melden und wo bekomme ich den gewerbeschein bzw beantragen ihn wo?muss man kammerumlage bezahlen? was kostet der gewerbeschein? wie muss eine rechnung ausschauen,brauche ich überhaupt eine rechnung schreiben?
    sind aus nö.

    lg tom
     
  3. Pinkie

    Pinkie New Member

    Hallo Tom,
    also ich würde an eurer Stelle mal die Wirtschaftskammer aufsuchen. Einen Gewerbeschein brauch sie auf jeden Fall, soviel ich weiß ist das in eurem Fall ein freies Gewerbe, was nichts daran ändert das ihr einen Gewerbeschein braucht. Von der Wirtschaftskammer bekommt ihr dann auch den Antrag für Entfall der Sozialversicherung, d.h. da sie einen Job hat und somit von dort aus versichert ist, braucht sie nur die monatlichen 9 Euro für die Unfallversicherung bezahlen - wird Quartalweise verrechnet. Kammerumlage muss sie bezahlen - bei mir sind das 40 Euro im Jahr, das kommt aber immer auf das Gewerbe an. Normalerweise muss sie in eurem Fall nicht zur Bh, das erledigt alles die Wirtschaftskammer (ich musste zumindest nur zur WK und zum Finanzamt) Ganz wichtig ist, dass ihr darauf hinweist, dass sie das nur als Kleingewerbe machen möchte, also eine Gewinngrenze hat. Verdient sie mir dem Modeschmuck mehr als diese Grenze besagt, wird sie automatisch nach dem Jahresausgleich (den sie machen muss) von der Sozialversicherung höher eingestuft. Der Gewerbeschein an und für sich kostet gar nichts. Als Rechnung wäre es am Besten ihr kauft euch einen normalen Rechnungsblock (gibts bei Pagro), darauf enthalten muss euer Firmanname sein (mittels Stempel) und was sie verkauft hat. Wenn ihr Umsatzsteuer befreit seid, dann braucht sie keine USt raus rechnen, sie darf sich aber auch beim Einkauf der Ware keine Vorsteuer abziehen. Die Kammerumlage bezahlt ihr übrigens bei der WK - da kriegt ihr einen Erlagschein zugeschickt. Falls Du noch Fragen hast, helfe ich gerne weiter, aber wie gesagt - bitte ohne Gewähr, ich kann nur von den ausgehen wie es bei mir war und wie es mir erklärt wurde. Welcher Bezirk seid ihr? LG Pinkie
     
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  4. Haasi0000

    Haasi0000 New Member

    Hallo liebe Kleinunternehmer,

    bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen und hoffe dass meine Frage hier richtig ist. Danke für eure Hilfe schon im Vorhinein.
    Folgendes Szenario

    Ich arbeite bei einem Unternehmen als Angestellter und bekomme dort im Monat 1300 Euro netto ausbezahlt.
    Nebenbei habe ich ein kleines, freies Gewerbe angemeldet.
    Aus den unterlegen der wko konnte ich entnehmen, dass die umsatzgrenze bei 30.000 Euro bzw die gewinngrenze bei 4.300 (ca.) liegt.

    Und jetzt die Fragen die mir noch keiner so beantworten konnte dass ich mich damit zufrieden gab:
    Was passiert wenn
    a) am Ende des Jahres der Umsatz rein aus dem Gewerbe bei über 30.000 Euro liegt
    b) der Gewinn 4.300 übersteigt, der Umsatz die 30.000 jedoch nicht
    b.1.) woraus ergibt sich letztlich der Gewinn bzw Umsatz (nachdem ich auch ein angestelltenverhältniss hab)

    Ich hab das ganze noch nicht so richtig durchschaut und danke euch für eure Hilfe.
    Liebgrü
     
  5. KePol

    KePol New Member

    Hallo an alle, die sich auskennen :)

    Ich hab seit einiger Zeit die Herstellung von Schmuck in Chainmaille- und Makrameetechnik als Hobby.
    Natürlich würde ich gerne ein Kleingewerbe anmelden, damit ich die hübschen Stücke auch verkaufen kann.

    Jedoch bekomme ich schon länger die Notstandshilfe. Meine Angst ist daher, dass ich, wenn ich einen Gewerbeschein beantrage, automatisch den Anspruch auf Notstandshilfe verliere. Ist das so, oder ist meine Angst unbegründet? Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass irgendein Teil aus dem Verkauf angerechnet wird und ich weniger Notstandshilfe erhalte.

    Wer kann mir hier nützliche Tips geben? Danke schon mal im Voraus für eure Antworten.
    Bin übrigens auch aus NÖ.
     
  6. Walter

    Walter Administrator Mitarbeiter

    Hab kurz gegoogled nach "Notstandshilfe", gleich beim ersten Treffer ist das schön erklärt:
    Ganz ehrlich: wenn man unternehmerisch tätig werden will muss man schon ein bisschen mehr Initiative aufbringen.
     
  7. joschat

    joschat New Member

    Ein Bekannter von mir lebt seit einigen Jahren von der Notstandshilfe und hat sich als Unternehmer versucht. Leider musste er das wieder aufgeben. Für die Zeit der Unternehmerschaft hat er keine Notstandshilfe bekommen obwohl er eigentlich einen Verlust erwirtschaftet hat. Jedenfalls glaube ich dass man in deinem Fall vorsichtig sein muss.
     

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